Was tun bei schlechten Ergebnissen von Influencer Marketing Kampagnen?

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Innerhalb weniger Jahre hat sich Influencer Marketing als eine der wichtigsten Marketingstrategien etabliert. Ganze 80% der Marketingfachleute halten Influencer Marketing für effektiv, während 89% sagen, dass das Return on Investment mindestens genauso gut wie bei anderen Marketinghebeln sei. 

Was aber, wenn Influencer Marketing für deine Marke nicht funktioniert? Wenn du gerade eine Kampagne mit Content Creator*innen gestartet hast und es dir beim Anblick der KPIs graut, dann sind unsere Tipps genau das richtige für dich. Wir erklären, wie du das Beste aus einer scheinbar verlorenen Influencer Kampagne herausholen kannst. 

 

Ergebnisse von Influencer Marketing Kampagnen in Echtzeit verfolgen

Die Kampagne ist angelaufen und dein ursprüngliches Ziel scheint außer Reichweite. Ob Sichtbarkeit, Reichweite, Traffic oder Umsatzgenerierung: Die Kurve bleibt flach. Nun gilt es Daten zu sammeln, um die Influencer Kampagne so gut es geht zu optimieren.  

Wichtig ist es, die Zahlen gegenzuprüfen, da einige Statistiken auf den ersten Blick irreführend sein können. Im Falle kleinerer Influencer*innen zum Beispiel, kann die Anzahl der Kommentare und Likes niedrig erscheinen. Dahinter kann sich jedoch eine hohe Engagement-Rate verbergen, sodass die relevanten Ergebnisse besser sind, als gedacht.

Der Fokus auf relevante KPIs und die richtige Interpretation von Daten kann auch zu anderen Problemquellen führen. Häufig werden zum Tracking UTM-Links genutzt, die zu einer Landing Page führen. Zeigt diese eine hohe Absprungrate auf, könnte dies darauf hinweisen, dass sie optimiert werden muss.

Tools zur Kampagnenverfolgung helfen bei der richtigen Zusammenstellung der Daten. Hivency by Skeepers sammelt die wichtigsten Daten automatisch und macht es möglich, diese in Echtzeit zu verfolgen. Manuelles Daten-Sourcing und komplizierte Excel-Tabellen gehören also der Vergangenheit an, was Klarheit bringt und Agilität ermöglicht. 

Auch Conversational Intelligence Tools wie Talkwalker können eine große Hilfe sein. Diese ermitteln, wie gut eine Kampagne bei Usern ankommt.  So können Inhalte angepasst werden und die effektivsten Beiträge erneut ausgespielt werden

 

Auf die Expertise der Influencer setzen 

Im Briefing hast du nichts dem Zufall überlassen und auf jedes kleinste Detail geachtet? Genau hier könnte der Grund liegen, warum die Kampagne nicht so gut läuft: zu wenig kreative Freiheit und somit zu wenig Raum für die eigene Persönlichkeit der Influencer. 

Doch genau das ist es, was Influencer Marketing ausmacht: die Authentizität. Deshalb lautet unser Tipp, hierfür wieder Platz zu machen. Content Creator kennen ihr Publikum am besten und wissen, wie sie es am besten ansprechen, welcher Ton natürlich rüberkommt und welche ästhetischen Elemente passend sind.

Läuft eine Kampagne nicht an, ist es Zeit für die Erfahrung und den Stil der Influencer selbst. Lass sie Vorschläge mit einbringen, die zum einen mit der Community, zum andern aber auch mit den Kampagnenzielen harmonieren. Meist ist es die Expertise der Influencer selbst, die zu authentischen und relevanten Beiträgen führen, welche sich User gerne anschauen.  Co-Creation lautet hier das Stichwort! 

Du befürchtest trotzdem, dass unpassende Beiträge der Marke schädigen könnten? Um dem Content einen Rahmen zu geben, solltest du den Influencern genügend Hintergrundinformationen an die Hand geben. Dies sorgt für ein nötiges Verständnis zur Marke und zum Zweck der Kooperation. Nun gilt es nur noch, dem Dialog Raum zu geben und den Influencern freien Lauf zu lassen.  

 

Die Vergütung individuell gestalten 

Trotz allem bleibt das Engagement aus und selbst die Influencer scheinen, nicht wirklich engagiert zu sein? Dann könnte es an der Zeit sein, die Vergütung anzupassen.

Eine zusätzliche Gegenleistung bietet die Möglichkeit, sich bei Influencer*innen zu bedanken. Besonders wird dies wichtig, wenn Content Creator*innen nicht bezahlt werden (was bei Mikro- oder Nano-Influencern oft der Fall ist). Influencer*innen wissen dieses Zeichen der Wertschätzung zu schätzen und geben ihre Begeisterung oft in besonders guten Posts wieder. Eine angemessene Vergütung ist auch die Grundlage, um langfristige Kooperationen aufzubauen, um den Erfolg von Influencer Kampagnen auszubauen und sich so von der Konkurrenz abzuheben.

Ob ein bestimmtes Produkt, eine persönliche Nutzungsempfehlung, eine besonders nette Verpackung, zusätzliche Accessoires oder eine handgeschriebene Notiz: Man merkt, wenn sich das Marken-Team Gedanken macht und sich Mühe gibt. 

Ein schönes Beispiel hierfür: Die Influencer Kampagne zur SYMBIOSENS-Reihe von Gertraud Gruber Kosmetik. Passend zur beworbenen Gesichtspackung erhielten die Kampagnen-Teilnehmer ein Porzellanschälchen zum Anrühren und einen Fächerpinsel zum Auftragen. Das Wohlfühl-Paket kam bei den Influencer*innen sowie ihren Follower*innen super an, was dementsprechend auch zu guten Kampagnenergebnissen führte. 

 

Ein weiteres tolles Beispiel, diesmal auf TikTok: Das Geschenk-Paket mit persönlichem Dankesbriefchen von Capri-Sun an TikTok Star @marionnovembre : 

@marionovembre Capri-Sun größten Ehrenmann Figgos die es gibt😍 #figgo ♬ Originalton - Mario Novembre

 

Wiederverwendung von Influencer Content (UGC) 

Die Kooperationen neigen sich dem Ende zu, aber die Auswirkungen auf den Umsatz lassen auf sich warten? Kein Grund zur Sorge. Denn die Customer Journey kann vom ersten Kontaktpunkt mit der Marke bzw. dem Produkt bis zum Kauf durchaus länger dauern. Um den Weg im Inbound Funnel zu beschleunigen, empfiehlt sich die gezielte Wiederverwendung des Contents aus Influencer Kampagnen. 

User Generated Content (UGC) stärkt das Vertrauen von Verbrauchern, da sie Produkte und deren Anwendung “im echten Leben“ zu sehen bekommen. In einer Studie von Stackla gaben 79% der Befragten an, dass UGC einen großen Einfluss auf ihre Kaufentscheidung hat. – Eine wertvolle Ressource also. 

Der von Influencern erstellte UGC sollte also so gut es geht verlängert werden, z.B. in den eigenen Social Media Kanälen und als Ergänzung zu anderen Marketingmaterialien, wie in Produktbeschreibungen. Dies verleiht dem markeneigenen Content ein Extra an Authentizität und dient Interessierten als Entscheidungshilfe. 

Große Marken wie Dior Beauty, Promod, Garnier oder Estée Lauder nutzen bereits UGC aus ihren Influencer Kampagnen. 

 

Schlechte Ergebnisse müssen also nicht immer gleich das Aus von Influencer Marketing Kampagnen bedeuten. Wichtig ist, das Ruder rechtzeitig herumzureißen und das Beste aus der Partnerschaft zu machen, wozu vorab natürlich zählt, vertrauenswürdige Influencer*innen zu finden. Hierfür und für die gesamte Umsetzung deiner Influencer Marketing Kampagnen samt Monitoring, steht dir Hivency gerne zur Seite.

 

Bildnachweise: Brooke Cagle via Unsplash 

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