Nano-, Micro- und Macro-Influencer im Vergleich

Influencer verschiedener Größen, Werbeprofis und Marken erneuern das Bild der Medienlandschaft. Die Veränderung lässt sich einerseits auf ein Umdenken in der Branche, sowie das Potenzial der unkonventionellen Marketingstrategie, zurückführen. Aus diesem Grund stellt sich die Frage: "Welcher Content Creator ist der Richtige für deine Kampagne?" 

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Die Auswahl der richtigen Profile und Kommunikationsstrategie bilden die Basis einer erfolgreichen Kooperation. Jedoch steigt im Zuge der Digitalisierung auch die Komplexität des Social-Media-Marketings, was die Differenzierung zwischen den Influencer-Profilen erschwert.

 

Influencer lassen sich nicht nur in Segmente und Nischen unterteilen, sondern grenzen sich ebenso durch die Anzahl ihrer Follower und Zusammensetzung der Community ab. Und obgleich die Abonnentenzahl eines einzelnen Influencers einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Reichweite einer Kampagne haben kann, bestimmt die Engagement-Rate der Community oftmals den Erfolg der Kooperation. Aus diesem Grund gilt es zu beachten, dass das Engagement von Nische zu Nische variiert. 

Dieses Beispiel zeigt, dass sich Content Creator anhand von mehreren Kriterien  unterscheiden lassen. Doch das am häufigste verwendet Merkmal ist die Anzahl der Follower, die Influencer anhand ihrer potenziellen Reichweite unterscheidet.

 

Drei Influencer-Profile im Vergleich
  • Nano- Influencer:

Nano-Influencer sind Privatpersonen, denen in der Regel bis zu 5.000 Abonnenten folgen. Der Einfluss dieser gut vernetzten Individuen reicht weit über ihren unmittelbaren Bekanntenkreis hinaus und lebt von spontanen Momentaufnahmen oder Postings.

Durch die vergleichsweise geringe Zahl an Followern pflegen Nano-Influencer oftmals ein freundschaftliches Verhältnis zu ihren Abonnenten. Follower teilen die Interessen und Vorlieben des Content Creators, weshalb die von Influencern kommunizierten Empfehlungen einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung der Konsumenten haben. 

So lässt sich zusammenfassen, dass diese Art von Influencern ihre geringe Anzahl an Followern auf sehr authentische Weise erreicht, was sie zu sehr glaubwürdigen Markenbotschaftern macht.

 

 

  • Micro-Influencer:

Micro-Influencer hingegen verfügen über ein Following von 5 bis 100k und fokussieren sich überwiegend auf ein spezifisches Interessensgebiet. Zu den bevorzugten Segmenten gehören Beauty, Lifestyle, Gaming, Reisen und Fitness. 

Ähnlich wie Nano-Influencer stehen auch Micro-Influencer ihren Abonnenten nah. Aus diesem Grund bewirbt der überwiegende Teil dieser Content Creator ausschließlich Produkte und Dienstleistungen, die sie persönlich getestet haben. Die von ihnen ausgesprochenen Empfehlungen beruhen somit auf Erfahrungswerten, die die Glaubwürdigkeit des Postings unterstreichen. 

Diese Aussagefähigkeit schlägt sich auch in den Zahlen verschiedener Studien nieder und verdeutlicht eine Erfolgsformel: Hochwertige Publikationen in ausgewählten Nischen generieren Engagement.

 

 

  • Macro-Influencer:

Ab einer Abonnentenanzahl von 100k gehören Content Creators der Gruppe der Macro-Influencer an. Diese Reichweite ist das Ergebnis einer langjährigen Social-Media-Präsenz oder des allgemeinen Interesses der breiten Öffentlichkeit.

Kampagnen dieser Größe involvieren die Manager des Influencers, detaillierte Verträge oder hohe Honorare. Denn im Vergleich zu ihren “unbekannten” Kollegen sind Macro-Influencer Personen des öffentlichen Lebens. Beispielhaft hierfür ist die Youtuberin und “Bawse” Lilly Singh, die den Sprung von der Videoplattform Youtube zur US-amerikanischen Late-Night-Show schaffte. 

Kooperationen mit Macro-Influencern generieren eine große Reichweite, die die Bekanntheit des Unternehmens katapultartig steigern kann. Doch während die Werbebotschaft ein großes Publikum erreicht, leidet die Glaubwürdigkeit der Produktbewertung.

 

 

Die Auswahl der Influencer

Wie bei Marketingaktivitäten jeglicher Art üblich, sollten auch im Influencer-Marketing vorab Ziele definiert werden, die sich mit der Marketingstrategie des Unternehmens decken. Um eine ideale Kombination von Reichweite und hohem Engagement zu erzielen, arbeiten Unternehmen parallel mit verschiedenen Micro-Influencern zusammen, die in der Summe ähnlich viele Konsumenten wie ein einzelner Macro-Influencer erreichen.

Der Grund hierfür sind die geringeren Kosten und authentischeren Markenbotschaft: Micro-Influencer arbeiten im Vergleich zu Macro-Influencer weniger häufig auf Honorarbasis, sondern genießen die Vorzüge kostenloser Produkte und Dienstleistungen. Dieses Tauschgeschäft garantiert dem Unternehmen ehrliche Produktbewertungen, die als UGC für Werbezwecke weiterverwendet werden können. 

 

Unabhängig von der Reichweite des Content Creators sollten Briefings erstellt, Influencer kontaktiert, Richtlinien definiert und Produkte versendet werden. Kampagnen sind live zu verfolgen und nachträglich zu analysieren, während ausgewählte Postings auf dem unternehmenseigenen Social-Media-Account geteilt werden. Wie sich dieser Prozess anhand der Hivency-Plattform zentralisieren lässt, erfährst du hier.