Der Instagram Algorithmus - 5 Tipps für eine gute Brand Content Performance

Instagram Insights on Smartphone in Hand

Für die einen ist er ein verhasster Fluch, für die anderen kann er aber ein wirklicher Segen sein - der Instagram Algorithmus.
Die Betreiber der App haben ein wahrlich ausgeklügeltes System entwickelt, all ihren Nutzern möglichst interessante Inhalte zu zeigen. Videos und Bilder werden nur noch nach Relevanz eingespielt, denn die Zeit der chronologischen Reihenfolge ist bei Instagram schon lange vorbei.

Grund für die Einführung eines solchen Algorithmus war die entstandene Menge minütlich neuer Inhalte, bei der man als Nutzer schnell schon mal den Überblick verloren hat. Auch die Anzahl der Accounts, denen wir mittlerweile folgen, hat sich rasant und deutlich erhöht.

Dieser Algorithmus ist also ein System, das durch künstliche Intelligenz gesteuert wird.
Es basiert rein auf das vergangene Nutzerverhalten. Getätigte Interaktionen werden geprüft, um anschließend darüber zu entscheiden, welche Beiträge in welcher Reihenfolge und in welchem Feed gezeigt werden, und welche eben nicht. Kurz gesagt, weiß Instagram also bereits weit im Voraus, was uns gefallen wird, bevor wir es tun.

Laut der Social Media Plattform selbst, hat sich die Anzahl der sichtbaren und relevanten Beiträge für die Nutzer durch den Algorithmus um bis zu 40% gesteigert.

Klar ist also, dass man als Marke dieses System verstehen und für sich nutzen muss. Doch wie genau funktioniert dieses Prinzip?

Engagement, Engagement, Engagement - auch diesmal dreht sich alles um die Interaktionsrate. Reagieren Nutzer in etwa mit vielen Likes, teilen bestimmte Inhalte oder hinterlassen zahlreiche Kommentare, signalisiert dies dem Algorithmus, dass der Content für eine Vielzahl der Instagram-User interessant ist. Gleichzeitig bedeutet es auch, dass dieser Beitrag nun sehr weit oben in den User-Feeds angezeigt wird. Doch nicht nur die Anzahl der Interaktionen ist wichtig für das intelligente System, sondern auch die Zeitspanne, in der der Beitrag dieses Engagement erzeugt. Natürlich gilt auch hier, je schneller, desto besser! Folglich steigt dieser Beitrag im Ranking also nach oben.

Im Grunde ist es doch relativ simpel: Guter Content generiert ein hohes Engagement, was wiederum für ein hohes Ranking sorgt. Der gepostete Content muss also zwingend gut sein.

Doch wann ist Content wirklich „gut“ für diesen so gut gehüteten und berüchtigten Algorithmus?

In einer Pressemitteilung gab Instagram einst die wichtigsten Faktoren bekannt, die für ein gutes Content Ranking relevant sind:

 

1. Das Interesse

Instagram versucht stets, personalisierte Inhalte auszuspielen. Zeigt sich also durch Interaktion, dass Interesse an einem bestimmten Thema, einer besonderen Marke, Personengruppe oder auch einzelnen Personen besteht, ist dies ausschlaggebend für den Algorithmus. Er bewertet und schätzt anhand dieser Informationen ein, wie interessant zukünftige Inhalte für einzelne Nutzer sein werden. Tatsächlich analysiert das System hierfür alle Inhalte, die in der Vergangenheit getätigte Interaktionen verzeichnen konnten: Was wurde gesehen, gelikt, gespeichert oder mit Freunden und Familie geteilt?

Besonders hervorzuheben ist außerdem die Zeitspanne, die ein Nutzer mit einem Beitrag verbringt. Wird beispielsweise die Bild-Caption gelesen, so wird die Verweildauer, also die Screen-Time für diesen Beitrag registriert. Dem Algorithmus wird erneut signalisiert, dass ein hohes Interesse besteht und ist somit ein weiteres, wichtiges Indiz für Relevanz.

 

2. Die Aktualität

Auch wenn die chronologische Reihenfolge keine wirkliche Bedeutung mehr hat, spielt die Aktualität eines Beitrages dennoch eine große Rolle für den Instagram-Algorithmus. Neue Beiträge werden entsprechend deutlich weiter oben im Nutzer-Feed angezeigt und somit bevorzugt.

Natürlich spielt hier auch die Nutzungshäufigkeit eine Rolle. Wird die App selten geöffnet, kann es durchaus passieren, dass bereits zwei Tage alte Beiträge dennoch zuerst angezeigt werden. Besteht eine mehrmals tägliche Nutzung der App, sind die meisten Feed-Posts nur wenige Stunden oder Minuten alt.

Es ist also wichtig, regelmäßig neue Inhalte zu posten, bei denen aber auch die Qualität stimmen muss - es dreht sich schließlich immer noch alles um die Engagement Rate.

 

3. Die Beziehung

Hiermit ist tatsächlich die Beziehung zwischen einzelnen Accounts gemeint, denn auch diese stellt einen wichtigen Faktor für den Instagram Algorithmus dar. Regelmäßige Interaktion, wie zum Beispiel das Liken, Teilen, Speichern von Inhalten, oder aber auch Direct Messages, also private Nachrichten, werden registriert und analysiert und somit die Beziehung zwischen den Accounts bewertet.

Zusätzlich merkt sich der Algorithmus auch, nach welchen Accounts oder Personen der einzelne Nutzer in der Vergangenheit gesucht hat. Auch wird berücksichtigt, auf welchen Bildern man selber getaggt ist.

Wenn also häufige Interaktionen zwischen bestimmten Accounts stattfinden, so wird auch der jeweilige Content häufiger eingespielt.

 

Genauer betrachtet, ist der Instagram Algorithmus also gar nicht so undurchschaubar, wie man zunächst annehmen mag. Mit dem Wissen zum richtigen Umgang, besteht die Möglichkeit für eine höhere Reichweite.

Wir geben Tipps, wie man anhand der richtigen Content-Strategie zu mehr Engagement kommt, solange man die drei oben genannten Ranking-Faktoren berücksichtigt:

 

1. Kreativer Content ist gefragt

Herausstechen, sich abheben, anders sein - das gilt auch für den Content Plan.

Nicht nur die Qualität sorgt für hohe Aufmerksamkeit, nein, auch die Kreativität bei der Content Creation spielt eine wichtige Rolle. Außergewöhnliche Bilder, die man nicht tagtäglich zu sehen bekommt und die eine möglichst lange Screen-Time erzeugen, gilt es zu produzieren und zu publizieren. Das Interesse der Nutzer muss sofort geweckt werden.

Ein Leitfaden kann z.B. immer der Gedanke daran sein, was Konkurrenten in der gleichen Branche nicht zeigen würden. Ein Blick hinter die Kulissen zum Beispiel, schafft Neugier und eine persönlichere Bindung.

 

 

2. Durch Storytelling möglichst hohe Screen-Time generieren.

Damit ein Beitrag möglichst lange angesehen wird und somit dem Algorithmus Interesse an diesem Post suggeriert wird, kann es helfen, möglichst lange Bildunterschriften zu formulieren.

Was war die Idee hinter dem Bild und was soll es bewirken? Gibt es andere Informationen, beworbene Produkte oder Dienstleistungen, die für die Zielgruppe interessant sein könnten?

Ziel ist es, den Nutzer zu catchen und dafür zu sorgen, dass der Text möglichst häufig aufgeklappt wird. Auch hier gilt es wieder kreativ zu werden.

Tatsächlich können aber auch einfache Videos und Slideshows mit einer höheren Anzahl von Bildern ebenfalls zu einer längeren Screen-Time beitragen.

 

 

3. Die Follower zum Handeln auffordern - mit der richtigen CTA

Die Community soll zu möglichst häufiger Interaktion mit einem Beitrag bewegt werden. Nur auf diese Weise steigt die Engagement Rate sowie die Position im Ranking.

Best Practice Beispiele sind hierfür zum Beispiel Rätsel, Meinungsfragen, Umfragen oder Gewinnspiele. Sobald der Nutzer einen zusätzlichen Mehrwert für seine Interaktion sieht, ist die Bereitschaft hierfür direkt größer. Dabei gilt es zu beachten, dass Kommentare gegenüber Likes einen höheren Stellenwert im Ranking bekommen, da sie mehr Einsatz und Zeit benötigen.

 

4. Auf das richtige Timing setzen

Timing ist alles im Leben - das gilt auch für den perfekten Instagram Post.
Man muss also wissen, wann genau die Follower aktiv und die potentiellen Kunden online sind. Eindeutige Hilfestellung geben hier die Instagram Business Insights, die nicht nur Wochentage mit den meisten aktiven Followern anzeigen, sondern sogar Einblicke zur Uhrzeit gewähren. Somit sind die geposteten Beiträge für die Community stets „aktuell“ und die Engagement Rate entsprechend gesichert.

Insta Insights TimingAusschnitt der Instagram Business Insights 

 

5. Die Macht der Hashtags

Wer Aufmerksamkeit für seine Instagram Inhalte generieren möchte, der kommt um Hashtags nicht herum. Diese sortieren Beiträge nach Themen und machen dem Algorithmus deutlich, worum es geht. Dabei gilt es, seine Zielgruppe gut zu kennen und herauszufinden, was aktuell beliebte Hashtags sind und welche Trends da wohl zukünftig kommen mögen. Durch die korrekte Nutzung dieser, schafft man es auch neue Follower zu erreichen und zu generieren, die dann wiederum für Interaktion mit den Beiträgen sorgen.
Es gibt zahlreiche Hashtag- und Tracking Tools, die bei der Auswahl und Analyse konkreter Trends und den beliebtesten #Rauten helfen können.

 

Berücksichtigt man all diese Hinweise und Tipps, ist es gar nicht mehr so schwer den Instagram Algorithmus für sich arbeiten zu lassen und mit dem eigenen Account mehr Reichweite zu generieren. Der eigene Account kann in der Tat also organisch wachsen.
Es gilt zu berücksichtigen, dass Instagram stets Interesse daran hat, Nutzer so lange wie möglich auf der Plattform zu halten.
Wenn der eigene Content also dazu beiträgt, dass genau dies eintrifft, hat man es geschafft, mit seinen Beiträgen möglichst weit oben zu ranken und den „unbeliebten“ Algorithmus für sich arbeiten zu lassen. Schließlich belohnt Instagram genau diese Accounts, die eine lange Verweildauer der Nutzer generieren. Vielleicht also auch schon ganz bald den eigenen Brand Account.
 

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