8 Wege, um Fake-Influencer zu erkennen

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Laut einer Studie der Cyber-Sicherheitsfirma Cheq und der Universität von Baltimore, werden die Betrugspraktiken von Fake-Influencern Werbetreibenden im Jahr 2020 ganze 1.5 Milliarden Dollar kosten.

Die Masse dieser unechten Influencer, die Follower, Likes und Kommentare kaufen, schreckt verständlicherweise viele Marken ab.  Wir zeigen dir, wie du Fake-Influencer erkennen kannst, um dein Influencer Marketing Budget nicht auch verbrennen zu lassen.

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Foto: Sound On auf Pexels

1 – Die Engagement-Rate

Für viele Marketer Metrik Nummer Eins zur Influencer Kampagnen-Erfolgsmessung, gibt die Engagement-Rate die Bindung zur Community wieder. Je mehr Reaktionen und Interaktionen (Likes, Kommentare…) in Relation zur Reichweite, desto lebendiger lässt sich die Followerschaft beschreiben.

Unter Fake-Influencern ist der Kauf von 'Like-Paketen' sehr beliebt. So kommt es vor, Bilder mit sehr vielen Likes aber ohne Kommentare zu entdecken. Diese Unverhältnismäßigkeit könnte ein erster Hinweis auf Betrugspraktiken sein.

Gut zu wissen: Es ist möglich, eine niedrige Engagement-Rate, aber eine hohe Anzahl von Kommentaren und Likes zu haben. Je höher die Zahl der Abonnenten, desto geringer die Engagement-Rate.

Berechnung der Engagement Rate: (Likes + Kommentare) / Anzahl der Follower

 

2- Follower-Wachstumsanomalien

Fast die Hälfte aller Influencer zwischen 5 und 20 Tausend Abonnenten weisen laut Hypeauditor Wachstumsanomalien auf. Weist ein Influencer einen überdurschnittlich hohen Follower-Anstieg innerhalb eines kurzen Zeitraumes auf, kann dies ein Hinweis auf gekaufte Abonennten sein. 

Die Devise hierbei: Eine klare Antwort für diese Entwicklung vom Content Creator verlangen. Abgesichert ist man durch eine Profil-Analyse, die reelle Follower von verdächtigen Konten, Bots etc. unterscheiden kann.

 

3 – Qualität der Kommentare

Gekaufte Follower interessieren sich nicht für den Content der Creator. So lassen sich ihre Kommentare einfach von denen echter Abonnenten unterschieden. Sie stehen nicht nur in keinem Zusammenhang mit dem Foto, dem Video und der Bildunterschrift, sondern sind auch kurz, sehr oft auf Englisch, oft mit Emoticons versehen und immer sehr positiv.

Ein paar Beispiele:

"Sehr cool.";

"Top.";

"<3" ;

"Love it.";

"Schönes Foto!".

Um massenweise Kommentare zu generieren, nutzen Fake-Influencer oft sogenannte “Pods“. Das sind Micro-Communities, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützen, um sich bekannter zu machen. Das Konzept eines Pod auf Instagram ist einfach: Nach dem Beitritt in einer privaten Diskussionsgruppe, werden neue Fotos geteilt und andere Pod-Mitglieder tun dasselbe. Sie verpflichten sich dazu, die Fotos anderer Leute zu liken und zu kommentieren. In der Regel haben diese Kommentare dann wenig mit dem Inhalt der Publikation zu tun.

 

4- Anzahl der Likes pro Foto

Ein Influencer kann nicht auf allen seinen Publikationen die gleiche Anzahl von "Likes" haben. Egal um welchen Schwerpunkt sich der Content dreht, ist es ganz normal, dass die Follower-Community nicht alle Inhalte in gleicher Weise schätzt.

Les vrais influenceurs VS les faux_Hivency Le blog V2@2x

Foto: Prateek Katyal

Eine gleiche Anzahl an Likes kann ein Hinweis auf Betrugspraktiken sein, insbesondere wenn sich unter den Posts keine Kommentare befinden. Es sind in diesem Fall immer die gleichen Pod-Mitglieder, also uninteressierte Follower, die ohne dem Inhalt Aufmerksamkeit zu schenken, ein Like hinterlassen. Im Influencer Marketing das Desaster schlechthin: Daten zeigen eine hohe Anzahl positiver Reaktionen, und doch haben diese keinerlei Einfluss und Aussagekraft. – Ein hohes Risiko, das schon bei der Auswahl der passenden Influencer unbedingt umgangen werden muss.

 

5 – Die Häufigkeit der Publikationen

Ein weiterer Tipp, um Fake-Influencern und Betrugspraktiken vorzubeugen, ist ein einfacher Blick auf die Häufigkeit der Veröffentlichungen. Postet der Creator nur sporadisch und hat im Verhältnis dazu eine verdächtig hohe Follower- und Like-Anzahl, ist wahrscheinlich etwas falsch gelaufen. Die Qualität des Contents und die Bekanntheit der Person spielt natürlich auch eine Rolle. Dass jeder Einzelpost jedoch spontan viral geht und aus dem Nichts Massen an Reaktionen hervorruft, ist schlicht und einfach ziemlich unwahrscheinlich.

 

6- Die geographische Verteilung der Follower

Soll es darum gehen, eine bestimmte geographische Zielgruppe zu erreichen, ist der Blick auf die demographischen Daten des Publikums entscheidend.

Bei englischsprachigem Content ist es logischerweise durchaus möglich, eine recht internationale Followerschaft zu haben. Spricht der Content Creator in seinen Inhalten jedoch eine bestimmte andere Sprache, wie z.B. Deutsch, sollte sich der geografische Standort des Influencers jedoch mit dem der Mehrheit seiner Abonnenten überschneiden.

Stammen Follower mehrheitlich aus anderen Regionen, kann dies ein Hinweis auf Betrugspraktiken sein.

 

7 – Verifizierte Profile

Die Verifizierungsmarke auf Instagram, Facebook, YouTube oder Twitter, die hauptsächlich von Prominenten, Macro- und einigen Micro-Influencern mit einer großen Anzahl von Abonnenten verwendet wird, ist ein guter Hinweis auf die Qualität des Profils. Dieser „Verification Bade“ bedeutet, dass das Profil vom jeweiligen sozialen Netzwerk geprüft wurde. Dieses Abzeichen schützt Content Creator außerdem vor einem Identitätsdiebstahl.

Auf Instagram lässt sich das an einem Blauen Haken neben dem Nutzernamen erkennen:

 

8 - Das Fame-Check Tool von Hivency

Hivency ist eine Influencer Plattform, die es u.a. ermöglicht, Influencer auf deren Echtheit und Qualität zu prüfen (Demographie der Abonnenten und deren Qualität, Views, Engagement-Rate). Marken können so herausfinden, ob Influencer gekaufte Follower haben oder Pods benutzen, um sicherzugehen, dass ein passendes und aufmerksames Publikum durch Influencer Kampagnen erreicht wird.

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Mit dieser Checkliste bist du nun bestens gewappnet, um bei deinen Influencern auf Nummer Sicher zu gehen. Was du brauchst um nicht nur Fake-freie sondern auch die besten Influencer für deine Marke zu finden, erfährst du in diesem Artikel. 

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